Dienstag, 20. Dezember 2005

Fallbeispiel Sasan, 16 Jahre

kp_sasanSchon im Kindergarten zeigte Sasan die typischen Verhaltensweisen eines Hochbegabten: Er war sehr übermütig und gab freche Antworten. Aufgrund seiner Verhaltensauffälligkeiten in der 1. Klasse wurde er in die Vorschule zurückgestuft.
In der 1. Klasse schließlich wurde er wegen seiner überragenden Leistungen in Mathe in den Matheunterricht der 2. Klasse eingegliedert. Schwierigkeiten im Sozialverhalten traten in der 3. / 4. Klasse auf: Sasan war sehr laut, zeigte den Lehrern keinen Respekt und testete somit seine Grenzen aus.
Gefördert wurde er erst auf dem Gymnasium, seine Hochbegabung wurde mit 13 /14 Jahren durch einen Psychologen festgestellt. Sasan beschreibt sich selbst als einen sehr ehrgeizigen Schüler, der für sich und seine inneren Ziele immer versuche, Leistungen von 15 Punkten zu erbringen, was natürlich oft den Neid bei anderen Schülern erwecke. Schon vier mal bekam er das Angebot zu springen, aber erst jetzt sprang er von der 9. in die 11. Klasse. Durch harte Arbeit komme er gut mit, sagt er. Sein Ziel ist es an einer amerikanischen Uni zu studieren und vielleicht auf medizinischer Ebene zu forschen und in der Dritten Welt Krankenhäuser zu bauen.

Ein großes Hobby von Sasan ist Tischtennis. Auch hier zeigt sich seine Begabung, denn er spielt auf Landesligaebene.

Sonntag, 11. Dezember 2005

Johannes das Zahlengenie

Johannes
Mit Johannes kommen wir nun zu einem echten Zahlengenie. Bereits im Alter von drei Jahren konnte Johannes schon bis tausend zählen und begann Schach zu spielen. Im Alter von fünf Jahren spielten die Kinder das Leben in der Schule nach. Johannes übernahm dabei immer schon gerne die Rolle des Mathematiklehrers. Damals beherrschte er schon alle vier Grundrechenarten. Der Kosename „Professor“ unterstrich zwar Johannes Andersartigkeit, aber dies machte ihm nicht zu schaffen, sondern gefiel ihm damals noch ganz gut. Dies änderte sich während der Grundschulzeit. Die Schulärztin diagnostizierte Johannes als als „zu klein“, doch nachdem er das Einmaleins aufgesagt hatte schulte man ihn doch noch ein. Er kam in eine Integrationsklasse. Der Mathematikunterricht langweilte ihn. Motorische Schwierigkeiten erschwerten Johannes jedoch den Deutschunterricht und er brauchte wesentlich länger als andere Schüler, um das Lesen und Schreiben zu lernen. Im Kindergarten wurden Johannes Fähigkeiten nicht neidvoll von den anderen Kindern betrachtet. Doch während der ersten zwei Grundschuljahre bildeten die Jungen aus Johannes Klasse eine Gange. Trotz vieler Bemühungen wurde Johannes nicht aufgenommen und ab der zweiten Klasse regelmäßig gemobbt. Im Unterricht hat Johannes nie gestört, sondern immer für sich selbstständig außergewöhliche Aufgaben gelöst. Er las in Atlanten und konnte diverse Karten aus diesen, nach eingehendem Studium nachzeichnen. Seine Lehrerin überraschte dies sehr, doch sie schenkte dem keine weitere Aufmerksamkeit es nicht weiter.
In der fünften und sechsten Klasse entsprachen Johannes Leistungen dem oberen Durchschnitt. Er war nun nicht mehr allein bester Schüler, dafür fühlte er sich im Klassenverband um so integrierter. Ab der siebten Klasse, dem Eintritt ins Gymnasium änderte sich viel. Fast die Hälfte aller Schüler mussten das Schuljahr wiederholen. Nur Johannes erbrachte weiterhin sehr gute Leistungen, ohne Hausaufgaben zu machen oder besonders viel zu lernen. Johannes stand vor der Entscheidung die Klasse zu überspringen. Doch für diesen Klassensprung fühlte er sich noch zu unreif und es wäre ihm auch schwer gefallen sich in einen Klassenverband einzugliedern. Wenn Langweile aufkam, schrieb Johannes mit der Nachbarin Zettelchen oder spielte Käsekästchen. In der neunten Klasse boykottierte er den Mathematikunterricht und bekam schlechtere Noten. Im Anschluss wechselte er auf das Sankt Afra Internat in Meißen(siehe Viola).

Johannes strebt in seinem Tun nach Perfektion. Außerdem will er sich immer mit seinen beiden älteren Schwestern messen können. Er freut sich auch nur über schulisch gute Leistungen, wenn er weiß, dass er dafür auch viel getan hat. Dies gibt ihm ein gutes Gefühl.
Johannes hat sich im Schatten seiner beiden älteren und ebenfalls hoch begabten Schwestern niemals als gleichwertig begabt empfunden. Er hat stets das Gefühl sich selbst neu beweisen zu müssen.

Fallbeispiel Viola 12 Jahre alt

09viola

Geboren wurde Viola in der Schweiz, ihre Familie zog mit ihr nach Deutschland(Hannover) als sie 3 Jahre alt war. Ihre musische Begabung begann Viola im Alter von 6 Jahren zu schulen. Sie lernte Geige an der Musikschule in Hannover.
Violas bisherige Schulzeit war nicht sehr ertragreich. Unterforderung hemmte ihren Leistungsdrang. Ihre beste Freundin machte sie darauf aufmerksam, dass sie immer gute Noten schrieb ohne für Klausuren zu lernen und über einen sehr großen Wortschatz verfügte. Besonders durch das Urteilungsvermögen ihrer besten Freundin wurde Viola deshalb schon sehr früh bewusst, dass sie an eine andere Schule musste. Die Aufgaben an ihrer bisherigen Schullaufbahn erschienen ihr zu langweilig und unproduktiv.
Seit nun mehr zwei Jahren besucht Viola das Landesgymnasium Sankt Afra in Meißen. Sie bestand das Auswahlverfahren. Während des Auswahlverfahrens wurde Viola zum ersten Mal auf ihre Hochbegabung hin getestet, für sie ist das Ergebnis allerdings nicht weiter von Belang. Doch ihr Traum, die Annahme und ihren Aufenthalt im Internat erfüllt Viola mit Stolz. Verwirklichung von selbst gesetzten Zielen bedeutet für Viola Leistung.
Von Mitschülern wurde Viola wegen ihrer guten Noten als Streberin abgetan. Doch diese und ähnliche Äußerungen gehören nun der Vergangenheit an. Am Sankt Afra blüht Viola seit ihrer Ankunft auf. Das Verhältnis zu den Lehrern ist gut, Viola ist schulisch ausgelastet. Sie fühlt sich nun auch von Erwachsenen und wesentlich älteren Schülern als Diskussionspartnerin ernstgenommen.

Dienstag, 22. November 2005

Allgemeine Informationen über Hochbegabung

Hochbegabte nennt man die Menschen, die einen überdurchschnittlichen IQ haben. Sie machen lediglich 2 bis 3 Prozent der Gesamtbevölkerung aus.
Psychologisch gesehen sind diese Menschen allgemein sehr intelligent, zusätzlich können räumlich-abstrakte, mathematische oder verbale Intelligenzfaktoren in unterschiedlichem Ausmaß ausgeprägt sein.
Es wird geschätzt, dass die Hochbegabung zu etwa 50 bis 60 Prozent vererbt ist, 40 bis 50 Prozent dagegen ist umweltbedingt.
Im Lauf der Jahre verändert sich der IQ nicht, allerdings wird er im Kindesalter durch äußere Umwelteinflüsse geprägt, im späteren Jugend- und Erwachsenenalter durch den Einfluss der Gene.
Um Hochbegabung feststellen zu können, sollten Kinder für ein sicheres Ergebnis frühestens im Vorschul- bzw. Grundschulalter getestet werden. Der Test kann im Alter von 10 Jahren wiederholt werden im Hinblick auf Veränderungen der Schul- und Familiensituation des Kindes.
In der Schule werden folgende Förderungsmaßnahmen verwendet: Der Lehrer kann Unterrichtsstoff aus den höheren Klassen benutzen, damit das Kind nicht unterfordert ist bzw. eine Klasse überspringen kann (=Acceleration). Oder der Lernstoff kann vertieft und um zusätzliche Inhalte erweitert werden, was eine Zusammenarbeit mit einer Hochschule oder in schulischen Arbeitsgemeinschaften sein kann (=Enrichment).




Fälle in der Altersgruppe von 10 bis 16 Jahren

· In einem Interview mit Paul, 13 Jahre, wird deutlich, dass er schon vor der ersten Klasse lesen und rechnen konnte und den Unterrichtstoff in seiner späteren Schulzeit extrem schnell verstand. Er selbst stellt fest, dass er in seiner Klasse die Rolle des Clowns übernehme und deswegen wohl nicht sehr beliebt bei den Lehrern sei. Ihm sei langweilig, sagt er, deswegen fange er an, herumzualbern, freche Bemerkungen zu machen und die anderen Kinder zu stören. Einen Intelligenztest veranlasste seine Lehrerin erst vor ein paar Monaten.

· In einem Artikel berichtet die Mutter eines Hochbegabten, David 16. Auch in diesem Fallbeispiel wird klar, dass der Junge in der Grundschule durch andauerndes stören des Unterrichts auffiel. Er isolierte sich von seinen Mitschülern und fand deshalb im Klassenverband keinen Anschluss. Im Alter von neun Jahren übersprang er die 4.Klasse und wechselte zum Gymnasium. Seine Eigenarten wurden dort stärker akzeptiert, auf der anderen Seite bekam er jedoch deutliche Grenzen gesetzt. David war nicht überdurchschnittlich gut in der Schule und seine Noten der Fächer entsprachen seinen Interessensgebieten. Seine Leidenschaften sind Computerastronomie und Musik. Mit 16 Jahren macht er sein Abitur. Da er sich noch zu jung fühlt, möchte er erst mit 17 studieren gehen. Die Naturwissenschaften interessieren ihn so sehr, dass ihm ein Studium in diesem Bereich vorschwebt.

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